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Technische Belange



Ganz und gar nicht. Der Klang ist verschieden, und die Art und Weise wie die Lippen eingesetzt und der Ansatz geformt werden ist verschieden. Es klingt wie das Quietschen eines Ballons oder wie ein Moskito.

Der Punkt ist: Kannst du es überhaupt? Wenn ja, dann ist die Voraussetzung für die erste Roll In Übung gegeben.

Ja, korrekt ist was korrekt klingt. Man kann solange üben bis der Klang vom Zentrum der Lippen kommt, aber es ist wirklich nicht nötig.
 

LCS ist in erster Linie eine Übung um die grundlegende Lippenstellung für RI zu erzielen. Für einige Leute ist es Voraussetzung dass sie einen Lippenquietscher hinkriegen, damit sie mit RI#1 einen Ton erhalten. Andere (einschließlich mir) brauchen dies nicht oder sind nicht in der Lage es auf diese Weise hinzukriegen. In diesem Fall ist LCS zu sehr geschlossen. Die grundlegende Stellung ist richtig, aber man erhält keinen Ton. Wenn man etwas die Lippenklammer (Lip Clamp)löst wird aus dem Quietschen ein Zischen (Rolled-In air hiss), dies ist ebenfalls ein guter Weg zum ersten Roll-In Ton.

Ich weiss es nicht. Wenn es klingt wie auf der CD und die Lippen eingerollt sind, wenn drucklos ein hoher Ton herausplatzt, oder der Ton sogar nach oben wegschmiert, dann hast du es ziemlich gut erwischt. Dies kann man nur für sich selbst herausfinden.

Wenn dies das erste Mal passiert macht es riesen Spass. Im übrigen, falls es nicht auftritt macht das gar nichts. Mein Ratschlag wäre immer sich am G auf den Notenlinien zu orientieren. Sollte dieses am Anfang wirklich 'zu nieder' sein, dann ist das hohe C auch ein guter Ausgangspunkt. E in den oberen Notenlinien ist der tiefste Startpunkt, die Gefahr des Forcierens ist hoch. Wenn man ermüdet (und man wird ermüden) dann ist das hohe E ein hoher Ton auch mit RI. Wenn du wirklich mit hohem E anfangen willst, dann wird man es wahrscheinlich zu sehr forcieren und am Ziel vorbeischießen. Das einfache Suchen des G auf der Notenlinie und der Versuch es zu spielen ist eine großartige Trainingseinheit und führt deine Lippen dahin mit der Zeit das richtige zu tun. Es kann eine Zeit dauern aber es ist eine gute Koordinationsübung.

Nein, da läuft irgendetwas schief. Vielleicht sind deine Lippen nicht richtig eingerollt. Klappt LCS oder gibt es da noch Probleme? Dies ist der erste Hinweis ob du bereits RI machen solltest. E oder G oben auf den Notenlinien sind die einzigen Noten die einfach gespielt werden können in dieser Stellung. Richtig gemacht sind tiefere Töne schwer zu produzieren.

Überprüfe deine Lippenstellung. Klappt LCS? Wenn ja, dann heißt das Zauberwort Geduld. Experimentiere mit Mundstückstellung und Lufttaschen. Eine Woche ist eine sehr kurze Zeit um RI zu kontrollieren. Manchen Menschen fällt es leicht, aber ich selbst habe zwei Monate gebraucht um ein vernünftiges G auf den Notenlinien spielen zu können.

Nein, dann verfehlst du dein Ziel völlig. RI ist eine übertriebene Bewegungsübung die eine bestimmte Lippenverschiebung anstoßen soll. Der Klang muss nicht besonders hübsch sein. Es geht mehr um das Gefühl als um Klang.

Wenn du nicht ein fettes, stabiles hohes G hast würde ich empfehlen weiterzumachen. Das Ziel ist nicht zu lernen eingerollt zu spielen, das Ziel ist die Lippen mehr oder weniger in die richtige Richtung zu bewegen und so effizienter zu spielen. Es kann gut sein dass bereits kleine Elemente von BE Teil deines normalen Ansatzes sind. Es ist nicht wichtig auszusehen wie die Kinder auf dem Umschlag. BE ist kein Ansatz sondern ein Satz Übungen. Wenn andererseits dein Spiel dasselbe ist wie vor einem Jahr dann würde ich empfehlen zu überprüfen ob die Übungen richtig ausgeführt werden. Nach einem Jahr sollte man meiner Meinung nach schon Ergebnisse sehen, wie klein sie auch immer sein können.

Ich halte es für keine gute Idee RI mit dem 'normalen' Üben zu kombinieren. Meiner Meinung nach funktioniert BE am Besten als separate Übungseinheit an einem bestimmten Tag. Wenn man nach einer kurzen Pause mit anderem weitermacht sollte alles in Ordnung sein.

Das ist dein eigener Versuch. Für manche ist Jeffs Reihenfolge am besten, andere kommen mit der umgekehrten besser klar. Man kann sogar täglich wechseln. Mach es so wie es sich im Augenblick am Besten anfühlt.

Stell sicher dass RI#1 stabil ist. Bei RI#2: Kannst du den tiefsten Ton spielen? Dann denke ich dass du zu #3 gehen kannst.

RO#1 verlangt ein Doppel-Pedal F#. Dies sollte kein Problem mehr bereiten bevor man fortfährt. Bevor man von #3 zu #4 geht sollte sich #3 ziemlich leicht und flexibel anfühlen. RO#4 ist eine fortgeschrittenen Übung. RO#1-3 sollten sicher beherrscht werden und ich empfehle ebenso ein stabiles RI#1 und #2. RO#4 sollte nicht zu früh angefangen werden.

Damit kann man immer herum experimentieren. Wenn es sich gut anfühlt kann man es machen. Es ist absolut NICHT notwendig ALS auf diese Weise zu machen. RI und RO sind separate Einheiten. ALS kann man als eine Art Integration betrachten welche den 'kontinuierlichen Übergang (continuous flex)' vermittelt. Wenn man bei RO und RI Fortschritte erzielt, dann werden Elemente von beiden bereits in der Weise enthalten sein wie man ALS ausführt. Es ist sehr viel wichtiger auf die 'Snaps', das Einrasten oder Einschnappen des Tones, zu hören als zu versuchen eingerollt zu spielen.

Es ist gut möglich dass deine Zähne zu eng zusammen sind, so dass die Zunge nicht durchkommt. In dem Fall solltest du den Mund weiter öffnen (den Spalt zwischen den Zähnen vergrößern). Eine andere Möglichkeit ist dass die Oberlippe vor den Zähnen verborgen ist, oder dass die Oberlippe beim Ansteigen hochgezogen wird. Einer der Gründe für TOL ist es die Oberlippe tiefer zu bringen und sie von dem Druck zwischen Mundstück und Zähnen zu befreien. Durch TOL wird dies vor allem unbewusst vermittelt indem man versucht die Lippe mit der Zunge zu treffen.

Man kann versuchen, das gesamte Setup nach unten zu bringen und so die Oberlippe in Reichweite der Zunge zu bringen. Dies kann zuerst schwierig sein aber es ist möglich.

Mit etwas Übung (im Spiegel kontrollieren) ist es möglich das Kinn gespitzt zu behalten. Sollte es nicht funktionieren muss man in zwei Schritten vorgehen: Bewege den gesamten Ansatz nach unten. Keine Sorge wenn dabei das Kinn flach wird. Der zweite Schritt ist dann das Kinn zusammen (nach oben in der Richtung des Mundstücks) zu ziehen ohne den Ansatz wieder nach oben zu bringen. Spiegelkontrolle nicht vergessen! Man kann es auch mit der Zunge überprüfen. Wenn man nach den zwei Schritten immer noch die Oberlippe fühlen kann dann ist man auf dem richtigen Weg.

Dies beschreibt Jeff auch. Manche Menschen haben einfach eine andere Muskelstruktur und werden immer ein flaches Kinn haben. Genau wie andere BE Elemente, z.B. Lufttaschen oder TOL ist das gespitzte Kinn nicht absolut notwendig. Wichtig ist: wie war die Entwicklung in den zwei Jahren? Wenn nichts passiert ist dann muss etwas schief gelaufen sein. BE zu üben gibt unterschiedliche Ergebnisse für verschiedene Leute, aber ich denke dass jeder davon profitiert. Übrigens: ich mache BE jetzt seit drei Jahren und habe auch immer noch ein ziemlich flaches Kinn.

Nein, manche Leute neigen dazu, bei RI den Unterkiefer nach vorne zu bringen (das Gefährliche daran ist dass es unbewusst passiert. Wenn man einmal erkannt hat was den Schmerz verursacht, dann ist es leicht zu überwinden). Dies ist nicht notwendig. Am leichtesten überwindet man dies indem man während des Spiels den Unterkiefer bewegt und ihn in eine etwas entspanntere Position zurücknimmt. Es gibt Leute die von einem leichten Vorschieben des Unterkiefers profitieren (nicht nur für RI) um eine bessere Balance des Mundstückdrucks zwischen Ober- und Unterlippe zu erhalten. Aber wenn der Kiefer zu schmerzen beginnt dann war es definitiv zu viel.

Am Anfang weckt man Muskeln von denen man vielleicht nicht einmal wusste dass sie existieren, auch wenn man vor BE schon Jahre gespielt hat. Gelegentlich kann es Muskelschmerzen geben. Am Besten legt man dann einen Ruhetag ein.

Es gibt drei Hauptteile: RO, RI, TOL. Dazu einige wichtige Integrationsübungen, wie ich sie gerne nennen möchte. Lippenbindungen (Snaps!), staccato (zips!), Doppelzunge und Crescendo-Decrescendo eignen sich die Muskelbewegungen von RI, RO und TOL zu koordinieren und zu integrieren. Mit der Zeit wird man herausfinden welcher Teil am Schwersten zu lernen ist. Selbstverständlich benötigt der dann die meiste Aufmerksamkeit. Das heißt aber nicht dass dann die anderen Teile nicht mehr nötig sind. Man sollte die BE-Übungen immer ausbalanzieren, und das heißt allen Teilen Aufmerksamkeit zu widmen.

Glückwunsch. Du gehörst zu der Mehrheit von Trompetern die dies können. Du kannst dich mehr auf RI und TOL konzentrieren, aber du solltest RO nicht vergessen. RO unterstützt RI und TOL und um deine Übungen auszubalanzieren solltest du auch die RO Übungen machen.

Das erkennst du wenn du es fühlst, aber vielleicht ist das nicht die Antwort die du dir erwartet hast. Am besten beschreibt man es so: stell dir deinen Ton als einen sehr dünnen Faden vor. Du versuchst diesen Faden mit ausgerollten, gerunzelten Lippen zu fassen. Dieses gebündelte Gefühl ist das RO Feeling. Während des normalen Spiels werden deine Lippen nicht so weit ausgerollt oder gerunzelt sein als bei RO, aber das fokussierte und nach vorne verlagerte, zentrierte Gefühl bleibt.

Die Unterlippe nimmt eine normalere Position ein, kommt also zurück in den Kessel. Das RO Feeling bleibt soweit irgend möglich. Sogar wenn man sich beim Ansteigen mehr Richtung RI bewegt. Die Stärke von RO#4 liegt darin, dass RO den Boden bereitet für RI. Um zu verdeutlichen was ich meine: Versuche die Lippen mit einem breiten Lächeln einzurollen oder wenn die Lippen bereits gegen die Zähne stehen. Meine Erfahrung zeigt, dass RO RI erleichtert.

Siehe hierzu auch die Antwort auf Frage 16. Es kann unter Umständen gefährlich sein wenn man so vorgeht. Was hierbei versucht wird ist ein direkter Wechsel des Ansatzes. Einer der größten Vorteile und Meiner Meinung nach DIE Stärke von BE ist das indirekte Herangehen. Die Lippenmuskeln erhalten die Möglichkeit unterschiedlich Bewegung mit einzuschließen und sich daran zu gewöhnen. Wenn man dabei zu schnell vorgeht riskiert man einen Totalzusammenbruch. Der beste Ratschlag den ich geben kann ist: sei geduldig und wenn du Musik machst dann mach sie so wie es sich im Augenblick am Besten anfühlt. Die Chancen stehen gut dass es nach ein paar Monaten nicht mehr der 'alte' Ansatz sein wird.

Das wäre nicht klug. Dein alter Ansatz ist das Fundament für den Neuen. Hab keine Angst, der Prozess wird nicht dadurch verlangsamt dass man viel mit dem alten Ansatz spielt. Auf diese Weise erhalten die neu aktivierten Muskeln jede Menge Gelegenheit sich in deine Spielweise zu integrieren. Und das ist gut so. Man kann immer ein paar reine 'BE Tage' einschieben aber nach einer Weile sollte man zum normalen Spielen zurückkommen.

Ich sehe es oft dass Leute denken dass sie die †bungen richtig ausführen, aber in Wahrheit viel zu schnell weitergehen. Meistens befolgen sie die Anweisungen nicht genau genug. Das Beste in so einem Fall ist es jeden Teil von BE noch einmal genau mit dem zu vergleichen was das Buch sagt. Auch wennn das bedeutet noch einmal ganz von vorne anzufangen. Ist der Lip Clamp korrekt und wird er jeden Tag gemacht? Ist der LCS korrekt? Man muss auf den Ton hören, ein Quietscher, kein Summen. Wird RI richtig ausgeführt? Viele Menschen fallen in alte Gewohnheiten um einen Ton mit RI zu erzeugen. Aber da gibt es keinen Spielraum, entweder ist es gut oder nutzlos. Setz das Mundstück im LCS Setup auf (entweder mit Quietscher oder Zischen, beides ist ok) und versuche auf diese Weise einen Ton zu produzieren. Klingt RO schwach? RO ist kein schwacher Ansatz, es ist eine extrem nach vorne verlagerte und fokussierte Art einen Ton zu produzieren. Erfolgt TOL direkt auf die Oberlippe? Ist es möglich dass du keine Ahnung hast was du wo mit der Zunge berührst? (Dies ist kein ungewöhnliches Phänomen. Um dies zu überprüfen setzt man die Zunge an die Oberlippe- überprüfung im Spiegel - Mundstück ansetzen, blasen und Luft freigeben indem man die Zunge nach unten oder leicht nach hinten bewegt. So sollte die Zunge bei TOL platziert werden). Vergleiche den Ton mit dem auf der CD und lies den Text noch einmal genau durch.

Ein Misserfolg kann auch von der Verwendung von anderen Ansatz-Methoden herrühren. So Dinge wie Freies Buzzen oder Mundstück-Buzzen und Methoden a la Gordon/Stamp können kontraproduktiv sein. Wenn man mit BE beginnt, dann ist es besser sich ganz auf BE als Ansatzentwicklung zu verlassen und dazu normale Studien, Konzertstücke und Play-Alongs zu spielen, um den neuen Ansatz in das reguläre Spiel zu integrieren. Natürlich gibt es die Möglichkeit dass das Spielniveau schon sehr hoch ist (man spielt bereits 'ausgewogen' ohne es zu wissen). In dem Fall ist der Effekt vielleicht null. Wenn du in der Lage bist alle übungen genau wie im Buch beschrieben durchzuführen dann ist es schwer zu glauben dass dies keinen Effekt auf das normale Spiel hat. Aber natürlich habe ich noch nicht alles gesehen was es gibt.

Siehe auch 29. Nein, das ist wirklich nicht gut. Um hier einen Ratschlag zu geben ist es wichtig genau zu wissen was du machst - wie lange du es machst - mit welchen anderen Nicht-BE-übungen du es kombinierst? Genau wie jede andere Methode kann BE übertrieben werden. Vielleicht ist das Eine oder Andere was in 29. erwühnt wird nicht korrekt in deinem übungsplan, aber wenn alles in Ordnung scheint, dann ist es gut möglich dass du es einfach übertrieben hast. Ebenso kann es kontraproduktiv sein nur BE und nichts anderes mehr zu machen. Man muss mit normalem Ansatz spielen um die neu gelernten Dinge in das normale Spiel einzubinden. Es ist auch möglich dass du an einer kurzen Phase der Instabilität leidest (meist zwischen ein paar Tagen bis zu einer Woche). Natürlich verändert sich die Art wie du deine Muskeln gebrauchst und wie du spielst. Vielleicht bist du in einem übergangsstadium. Bei mir sind diese Phasen meistens ein Vorspiel zu einem Durchbruch.
Es ist möglich dass du BE immer noch als einen Ansatz ansiehst. Dies kann zu einer zu direkten Veränderung führen, die einen Haufen Probleme mit sich bringen kann. Es ist sehr wichtig mit 'normalem' (=sich veränderndem/entwickelndem) Ansatz zu spielen und nicht auf eine bestimmte Lippenstellung hinzuarbeiten. BE IST KEIN ANSATZ UND ARBEITET INDIREKT!!!

Wenn diese Instabilität andauert sollte man vielleicht den übungsplan ein paar Schritte zurücknehmen. Man kann auch versuchen die Zeit die man für BE aufwendet zurückzuschrauben oder damit zu experimentieren BE jeden zweiten Tag oder drei mal wöchentlich zu machen. Einfach eine Woche Pause von BE kann heilsam sein. Die Muskeln brauchen Zeit sich an ihren neuen Gebrauch anzupassen.

Bei BE ist jeder ein Anfänger, es sei denn man hat schon einen großartigen Ansatz (dann braucht man allerdings eh kein BE) oder man spielt auf eine Weise die der sehr schnelt zu der einen BE führt. Wenn das der Fall ist sollte man vielleicht trotzdem mit den ersten übungen beginnen um dann sehr schnell voranzuschreiten.

Wenn sich dein Spiel verbessert und du wei§t dass du es richtig machst, dann kann es sein dass du bereits etwas BE-artig spielst. Viele Trompetenanfänger finden sie auch leicht. Gut trainierte Trompeter finden sie oft schwer da sie so viele schlechte Gewohnheiten die sie los werden müssen (ja, dies ist meine eigene Erfahrung. Fast alle meine Studenten haben ein besser klingendes RI als ich selbst.)

Ja. Wenn TOL nicht die gewohnte Art zu spielen ist, dann ist es schwer damit gut kontrolliert zu spielen und Tonumfang ist nicht vorhanden. TOL ist keine Hochtonübung. Das einzige was zählt ist dass die Zunge direkt auf die Oberlippe trifft. Umfang ist nicht vordringlich.



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