Häufig gestellte Fragen

Vielen Dank an Uli Weller, der so nett war den Text auf Deutsch zu übersetzen und mir half ihn auf dieser Seite zu veröffentlichen!

 

Dieser Abschnitt ist nur für Leute, welche BE anwenden. Es handelt sich vor allem um Fragen von Leuten die meine Hilfe bei bestimmten Aspekten von BE suchen. Der Abschnitt eignet sich nicht als Start für Experimente mit BE. Man benötigt wirklich ein Exemplar des Buches um zu verstehen wie BE funktioniert. Die Ratschläge hier basieren auf meiner eigenen Erfahrung sowie der Erfahrung mit Studenten.


BE ist für Anfänger sehr geeignet. Die grundlegenden Übungen sind leicht zu lernen und können sogar von Personen ausgeführt werden die noch nie eine Trompete berührt haben. In vielen Fällen haben Anfänger weniger Probleme mit den Übungen als Fortgeschrittene. BE vermittelt das richtige Fundament und formt vom Start weg einen Ansatz. Für Fortgeschrittene ist es ein großartiger und sicherer Weg, einen gesunden, "ausbalancierten" Ansatz aufzubauen oder wiederherzustellen wenn der Spieler frustriert ist durch übermäßigen Kraftaufwand, falsche Methoden, Zahnprobleme, Überanstrengung etc. Viele Fortgeschrittene und auch Profis können von den Übungen in BE profitieren.

Auf keinen Fall. Es ist eine Methode, alle Aspekte des Trompetenspiels zu entwickeln. Flexibilität, Qualität des Tones, Ausdauer, Zungentechnik und natürlich Tonumfang werden sich verbessern. Es gibt viele Spieler, die ihren Tonumfang erheblich erweitert haben, aber das ist nicht das Hauptziel. Das Hauptziel ist ein effizient arbeitender Ansatz.

BE ist kein Ansatz. BE ist eine Methode den Ansatz mit sehr speziellen Übungen zu entwickeln und auszubalanzieren um damit das Spielen so effizient wie möglich zu gestalten. Das Ergebnis sieht von Person zu Person verschieden aus. Es gibt kein Ansatz-Arrangement das während des normalen Spiels beibehalten werden muss.

Nein, BE hat nichts mit der Musik zu tun. BE vermittelt die technischen Möglichkeiten die Musik zu spielen die man möchte.

Dies ist nicht vorhersehbar und variiert von Person zu Person. Kleine Änderungen fühlt man in den ersten paar Wochen, aber es handelt sich mehr um eine Entwicklung als um ein "Angekommen sein". BE ist keine Schnellkur, aber es gibt Leute die innerhalb sehr kurzer Zeit deutlich besser spielen. Andere brauchen länger, aber langfristig kann jeder von den Übungen profitieren.

Ich persönlich mache die Übungen täglich. Es gibt andere die zwei- bis dreimal die Woche BE praktizieren und damit gute Ergebnisse erzielen. Am Anfang braucht man nicht lange da man nicht alle Übungen ausführen kann. Danach bleibt es jedem selbst überlassen wieviel Zeit er opfern möchte oder muss. Wenn man das komplette Programm beherrscht braucht man eine halbe Stunde bis vierzig Minuten pro Tag, aber man kann eine Auswahl treffen und sich ein persönliches Programm zusammenstellen. Ich brauche meistens eine halbe Stunde. Manchmal will ich mich tiefer hineinknien, manchmal mache ich nur ein paar Übungen und bin in einer Viertelstunde durch.

Die Atmung ist sehr wichtig, auch in BE. Ohne vernünftige Unterstützung durch die Atmung sind einige der BE Übungen unspielbar. Auf eine eher indirekte Weise wird sich auch die Atmung verbessern. Man kann sagen dass BE die Atmung nicht überbetont. Der Hauptgrund hierfür ist, dass eine Reihe von Atemtheorien dazu neigen, die Dinge zu überkomplizieren. Einer der wichtigsten Unterschiede zu anderen Methoden ist dass die Reihenfolge genau umgekehrt ist. Wenn die Lippen nicht effizient arbeiten kann man die beste Atemtechnik der Welt haben und immer noch einen armseligen Ton und geringe Ausdauer. Dies ist eine meiner Beobachtungen in der Entwicklung. Genauso ist es gut möglich dass bei effizient arbeitenden Lippen eine Verbesserung der Atemstütze einen großen Fortschritt bringen kann. Das heißt dass Atemübungen sehr nützlich sein können (wenn die Lippenstellung in die richtige Richtung geht).

Nein, soweit ich weiß. Es scheint eine Deutsche, Holländische und Französische Übersetzung von FAQ's zu geben, aber das ist das Einzige das es überhaupt gibt in einen andere Sprache.

Wenn es eine Methode gibt die ich zur Selbsthilfe empfehlen würde, dann BE. Der Text ist sehr klar (wenn man Englisch beherrscht) und die CD unterstützt diese Klarheit. Auf der anderen Seite ist BE keine traditionelle Methode und einige Leute benötigen ein paar Erläuterungen. Viele Menschen fragen ob ich BE lehre. Wenn ich ihnen empfehle das Buch zu kaufen und es eine Weile selbst zu versuchen, kommen die meisten nicht wieder um Unterricht bei mir zu nehmen. Ich halte es nicht für absolut notwendig Stunden zu nehmen, aber genauso habe ich die Erfahrung gemacht, dass es ein nicht schlecht ist den Leuten einen guten Start zu geben und dann hin und wieder eine Übungseinheit um die Entwicklung zu kontrollieren. Meine Empfehlung ist: kauf das Buch, lies es, versuch es für einen Monat und DANN nimm ein oder zwei Stunden. Ich persönlich habe den Eindruck dass Anfänger etwas Führung in der Entwicklung benötigen.
 

Ich habe es getan und es hat aus mir einen viel besseren Spieler gemacht. Es gibt Phasen der Instabilität, aber offen gesagt sind meine schlimmsten BE Tage so wie früher meine besten Tage. Bei BE handelt es sich um eine indirekte Methode. Es gibt keine direkte Manipulation der Lippen, der Zunge oder was auch sonst immer. Es handelt sich um einen Satz Übungen welche den Ansatz auf sichere Weise entwickelt. Man kann weiterspielen und dennoch allmählich die Art zu spielen verändern.

Zunächst ist es wichtig die Frustration abzulegen und noch einmal den Schritt zu wagen. Wer schon alles ausprobiert hat und nicht daran glaubt dass es funktioniert, für den funktioniert es vielleicht tatsächlich nicht. Wenn man mit offenem Geist an die Sache herangeht, dann besteht die Möglichkeit dass sich in kurzer Zeit Veränderungen ergeben die man nicht mehr für möglich gehalten hat. BE arbeitet unbewusst. Man kann nicht 'denken' was die Lippen tun müssen um die Trompete zu spielen. Wenn man die Übungen macht dann werden langsam aber stetig Muskeln angestoßen welche auf andere Weise nicht aktiviert werden können. BE vermittelt die notwendige unbewusste Muskelkoordination. Ein wirkliches Verständnis ist nicht erforderlich, man muss nicht darüber nachdenken was man tut, man macht nur seine Übungen und entdeckt einen sehr viel effizienteren Weg Trompete zu spielen.

Nein. Die BE Übungen lassen sich auf jedem Mundstück ausführen. Es ist möglich dass man mit der Entwicklung die Mundstücke wechseln möchte, der Ansatz verändert sich! Typischerweise wird es sich dabei um ein etwas kleineres Mundstück handeln (Durchmesser, Kessel), aber nicht notwendigerweise. Einige Leute sind völlig glücklich mit größeren Mundstücken und profitieren dennoch von BE. Schlussendlich hängt die Wahl des Mundstücks davon ab was sich für einen selber gut anfühlt, welchen Klang man erzielen will oder welchen Klang man für einen bestimmten Job benötigt.

Ich habe es noch nie ausprobiert. Jeff Smiley ließ es machen und es scheint bemerkenswert gut für Leute zu passen die fortgeschrittene BE-Spieler sind. Aber kein Mensch benötigt es um die Übungen auszuführen und ich glaube auch nicht dass die Übungen damit effektiver sind als auf irgendeinem anderen Mundstück.

Ja. Meine eigene Erfahrung zeigt, dass einige Übungen auf den etwas tieferen Flügelhorn-Mundstücken schwerer sind, aber letztendlich glaube ich nicht dass dies weniger effektiv ist. Es ist nur leichter, auf einem Trompetenmundstück den richtigen Klang zu erzielen.

Ich denke schon, und ich erhalte Bestätigung dafür von mehr und mehr Leuten. Ich selbst spiele nur Trompete und Flügelhorn, deshalb kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Der Grundgedanke ist dass BE die Lippen mehr oder weniger in die richtige Richtung führt, und dies gilt für alle Blechblasinstrumente. Die Übungen sind für Trompete geschrieben, deshalb müssen einige angepasst werden, aber die Prinzipien bleiben dieselben.

Ich habe keine Ahnung. Die Methode basiert auf dem Gedanke dass die Lippen das erste Ventil sind und zuständig sind für die notwendige Verdichtung. Für einige Spieler heisst dies, dass sie kein Instrument mit zuviel Widerstand wollen, daher wählen sie ein Instrument das sich offen anfühlt. Ebenso gibt es viele Spieler welche mit einer einfachen Bach Mod. 37 ML sehr gut zurechtkommen. Letztendlich entscheidet die Kombination aus Mundstück, Trompete und Spieler. Mundstück, Trompete und Ansatz sollten eine unzerbrechliche Einheit bilden , und dies lässt sich nur erreichen wenn man mit einer Vielzahl von Kombinationen herum experimentiert. BE stabilisiert einen Faktor: Ansatz, so dass man sich hierüber nicht mehr zu sehr den Kopf zerbrechen muss.

Dies kann problematisch werden. Wenn du wirklich leichter darauf spielst (mit dem selben oder größeren Tonumfang, Flexibilität und Klang), dann würde ich empfehlen dabei zu bleiben, egal was der Bandleader sagt. Ein Mundstück welches anfangs etwas blechern und vielleicht sogar schrill klingt kann mit der Zeit einen weicheren Ton entwickeln. Wenn sich die Lippen anpassen und in der Lage sind in einem kleineren Kessel stärker zu fokussieren, dann kann der Ton ebenso warm werden wie auf einem größeren Teil. Es kann eine Weile dauern, aber der Versuch ist nicht gefährlich wenn man bequem darauf spielen kann. Man kann auch versuchen einen Kompromiss zwischen der eigenen Wahl und der des Bandleaders zu suchen, aber andererseits kann dies zu einiger Verwirrung und Frustration führen. Wenn man auf einem größeren Mundstück spielt und die Ausdauer leidet, dann spielt man die erste Viertelstunde mit einem wunderschönen großen Ton, und danach klingt es immer noch nicht gut. Natürlich stellt ein gutes Mundstück immer einen Kompromiss dar. Es hängt davon ab, wie lange und wie hoch man spielen muss, welche Klangvorstellungen der Bandleader hat etc. Wenn man nun ein Mundstück findet das gut zu passen scheint, und wenn dies dann ein kleines ist welches der Bandleader hasst, gib ihm trotzdem eine Chance.

 

Ganz und gar nicht. Der Klang ist verschieden, und die Art und Weise wie die Lippen eingesetzt und der Ansatz geformt werden ist verschieden. Es klingt wie das Quietschen eines Ballons oder wie ein Moskito.

Der Punkt ist: Kannst du es überhaupt? Wenn ja, dann ist die Voraussetzung für die erste Roll In Übung gegeben.

Ja, korrekt ist was korrekt klingt. Man kann solange üben bis der Klang vom Zentrum der Lippen kommt, aber es ist wirklich nicht nötig.
 

LCS ist in erster Linie eine Übung um die grundlegende Lippenstellung für RI zu erzielen. Für einige Leute ist es Voraussetzung dass sie einen Lippenquietscher hinkriegen, damit sie mit RI#1 einen Ton erhalten. Andere (einschließlich mir) brauchen dies nicht oder sind nicht in der Lage es auf diese Weise hinzukriegen. In diesem Fall ist LCS zu sehr geschlossen. Die grundlegende Stellung ist richtig, aber man erhält keinen Ton. Wenn man etwas die Lippenklammer (Lip Clamp)löst wird aus dem Quietschen ein Zischen (Rolled-In air hiss), dies ist ebenfalls ein guter Weg zum ersten Roll-In Ton.

Ich weiss es nicht. Wenn es klingt wie auf der CD und die Lippen eingerollt sind, wenn drucklos ein hoher Ton herausplatzt, oder der Ton sogar nach oben wegschmiert, dann hast du es ziemlich gut erwischt. Dies kann man nur für sich selbst herausfinden.

Wenn dies das erste Mal passiert macht es riesen Spass. Im übrigen, falls es nicht auftritt macht das gar nichts. Mein Ratschlag wäre immer sich am G auf den Notenlinien zu orientieren. Sollte dieses am Anfang wirklich 'zu nieder' sein, dann ist das hohe C auch ein guter Ausgangspunkt. E in den oberen Notenlinien ist der tiefste Startpunkt, die Gefahr des Forcierens ist hoch. Wenn man ermüdet (und man wird ermüden) dann ist das hohe E ein hoher Ton auch mit RI. Wenn du wirklich mit hohem E anfangen willst, dann wird man es wahrscheinlich zu sehr forcieren und am Ziel vorbeischießen. Das einfache Suchen des G auf der Notenlinie und der Versuch es zu spielen ist eine großartige Trainingseinheit und führt deine Lippen dahin mit der Zeit das richtige zu tun. Es kann eine Zeit dauern aber es ist eine gute Koordinationsübung.

Nein, da läuft irgendetwas schief. Vielleicht sind deine Lippen nicht richtig eingerollt. Klappt LCS oder gibt es da noch Probleme? Dies ist der erste Hinweis ob du bereits RI machen solltest. E oder G oben auf den Notenlinien sind die einzigen Noten die einfach gespielt werden können in dieser Stellung. Richtig gemacht sind tiefere Töne schwer zu produzieren.

Überprüfe deine Lippenstellung. Klappt LCS? Wenn ja, dann heißt das Zauberwort Geduld. Experimentiere mit Mundstückstellung und Lufttaschen. Eine Woche ist eine sehr kurze Zeit um RI zu kontrollieren. Manchen Menschen fällt es leicht, aber ich selbst habe zwei Monate gebraucht um ein vernünftiges G auf den Notenlinien spielen zu können.

Nein, dann verfehlst du dein Ziel völlig. RI ist eine übertriebene Bewegungsübung die eine bestimmte Lippenverschiebung anstoßen soll. Der Klang muss nicht besonders hübsch sein. Es geht mehr um das Gefühl als um Klang.

Wenn du nicht ein fettes, stabiles hohes G hast würde ich empfehlen weiterzumachen. Das Ziel ist nicht zu lernen eingerollt zu spielen, das Ziel ist die Lippen mehr oder weniger in die richtige Richtung zu bewegen und so effizienter zu spielen. Es kann gut sein dass bereits kleine Elemente von BE Teil deines normalen Ansatzes sind. Es ist nicht wichtig auszusehen wie die Kinder auf dem Umschlag. BE ist kein Ansatz sondern ein Satz Übungen. Wenn andererseits dein Spiel dasselbe ist wie vor einem Jahr dann würde ich empfehlen zu überprüfen ob die Übungen richtig ausgeführt werden. Nach einem Jahr sollte man meiner Meinung nach schon Ergebnisse sehen, wie klein sie auch immer sein können.

Ich halte es für keine gute Idee RI mit dem 'normalen' Üben zu kombinieren. Meiner Meinung nach funktioniert BE am Besten als separate Übungseinheit an einem bestimmten Tag. Wenn man nach einer kurzen Pause mit anderem weitermacht sollte alles in Ordnung sein.

Das ist dein eigener Versuch. Für manche ist Jeffs Reihenfolge am besten, andere kommen mit der umgekehrten besser klar. Man kann sogar täglich wechseln. Mach es so wie es sich im Augenblick am Besten anfühlt.

Stell sicher dass RI#1 stabil ist. Bei RI#2: Kannst du den tiefsten Ton spielen? Dann denke ich dass du zu #3 gehen kannst.

RO#1 verlangt ein Doppel-Pedal F#. Dies sollte kein Problem mehr bereiten bevor man fortfährt. Bevor man von #3 zu #4 geht sollte sich #3 ziemlich leicht und flexibel anfühlen. RO#4 ist eine fortgeschrittenen Übung. RO#1-3 sollten sicher beherrscht werden und ich empfehle ebenso ein stabiles RI#1 und #2. RO#4 sollte nicht zu früh angefangen werden.

Damit kann man immer herum experimentieren. Wenn es sich gut anfühlt kann man es machen. Es ist absolut NICHT notwendig ALS auf diese Weise zu machen. RI und RO sind separate Einheiten. ALS kann man als eine Art Integration betrachten welche den 'kontinuierlichen Übergang (continuous flex)' vermittelt. Wenn man bei RO und RI Fortschritte erzielt, dann werden Elemente von beiden bereits in der Weise enthalten sein wie man ALS ausführt. Es ist sehr viel wichtiger auf die 'Snaps', das Einrasten oder Einschnappen des Tones, zu hören als zu versuchen eingerollt zu spielen.

Es ist gut möglich dass deine Zähne zu eng zusammen sind, so dass die Zunge nicht durchkommt. In dem Fall solltest du den Mund weiter öffnen (den Spalt zwischen den Zähnen vergrößern). Eine andere Möglichkeit ist dass die Oberlippe vor den Zähnen verborgen ist, oder dass die Oberlippe beim Ansteigen hochgezogen wird. Einer der Gründe für TOL ist es die Oberlippe tiefer zu bringen und sie von dem Druck zwischen Mundstück und Zähnen zu befreien. Durch TOL wird dies vor allem unbewusst vermittelt indem man versucht die Lippe mit der Zunge zu treffen.

Man kann versuchen, das gesamte Setup nach unten zu bringen und so die Oberlippe in Reichweite der Zunge zu bringen. Dies kann zuerst schwierig sein aber es ist möglich.

Mit etwas Übung (im Spiegel kontrollieren) ist es möglich das Kinn gespitzt zu behalten. Sollte es nicht funktionieren muss man in zwei Schritten vorgehen: Bewege den gesamten Ansatz nach unten. Keine Sorge wenn dabei das Kinn flach wird. Der zweite Schritt ist dann das Kinn zusammen (nach oben in der Richtung des Mundstücks) zu ziehen ohne den Ansatz wieder nach oben zu bringen. Spiegelkontrolle nicht vergessen! Man kann es auch mit der Zunge überprüfen. Wenn man nach den zwei Schritten immer noch die Oberlippe fühlen kann dann ist man auf dem richtigen Weg.

Dies beschreibt Jeff auch. Manche Menschen haben einfach eine andere Muskelstruktur und werden immer ein flaches Kinn haben. Genau wie andere BE Elemente, z.B. Lufttaschen oder TOL ist das gespitzte Kinn nicht absolut notwendig. Wichtig ist: wie war die Entwicklung in den zwei Jahren? Wenn nichts passiert ist dann muss etwas schief gelaufen sein. BE zu üben gibt unterschiedliche Ergebnisse für verschiedene Leute, aber ich denke dass jeder davon profitiert. Übrigens: ich mache BE jetzt seit drei Jahren und habe auch immer noch ein ziemlich flaches Kinn.

Nein, manche Leute neigen dazu, bei RI den Unterkiefer nach vorne zu bringen (das Gefährliche daran ist dass es unbewusst passiert. Wenn man einmal erkannt hat was den Schmerz verursacht, dann ist es leicht zu überwinden). Dies ist nicht notwendig. Am leichtesten überwindet man dies indem man während des Spiels den Unterkiefer bewegt und ihn in eine etwas entspanntere Position zurücknimmt. Es gibt Leute die von einem leichten Vorschieben des Unterkiefers profitieren (nicht nur für RI) um eine bessere Balance des Mundstückdrucks zwischen Ober- und Unterlippe zu erhalten. Aber wenn der Kiefer zu schmerzen beginnt dann war es definitiv zu viel.

Am Anfang weckt man Muskeln von denen man vielleicht nicht einmal wusste dass sie existieren, auch wenn man vor BE schon Jahre gespielt hat. Gelegentlich kann es Muskelschmerzen geben. Am Besten legt man dann einen Ruhetag ein.

Es gibt drei Hauptteile: RO, RI, TOL. Dazu einige wichtige Integrationsübungen, wie ich sie gerne nennen möchte. Lippenbindungen (Snaps!), staccato (zips!), Doppelzunge und Crescendo-Decrescendo eignen sich die Muskelbewegungen von RI, RO und TOL zu koordinieren und zu integrieren. Mit der Zeit wird man herausfinden welcher Teil am Schwersten zu lernen ist. Selbstverständlich benötigt der dann die meiste Aufmerksamkeit. Das heißt aber nicht dass dann die anderen Teile nicht mehr nötig sind. Man sollte die BE-Übungen immer ausbalanzieren, und das heißt allen Teilen Aufmerksamkeit zu widmen.

Glückwunsch. Du gehörst zu der Mehrheit von Trompetern die dies können. Du kannst dich mehr auf RI und TOL konzentrieren, aber du solltest RO nicht vergessen. RO unterstützt RI und TOL und um deine Übungen auszubalanzieren solltest du auch die RO Übungen machen.

Das erkennst du wenn du es fühlst, aber vielleicht ist das nicht die Antwort die du dir erwartet hast. Am besten beschreibt man es so: stell dir deinen Ton als einen sehr dünnen Faden vor. Du versuchst diesen Faden mit ausgerollten, gerunzelten Lippen zu fassen. Dieses gebündelte Gefühl ist das RO Feeling. Während des normalen Spiels werden deine Lippen nicht so weit ausgerollt oder gerunzelt sein als bei RO, aber das fokussierte und nach vorne verlagerte, zentrierte Gefühl bleibt.

Die Unterlippe nimmt eine normalere Position ein, kommt also zurück in den Kessel. Das RO Feeling bleibt soweit irgend möglich. Sogar wenn man sich beim Ansteigen mehr Richtung RI bewegt. Die Stärke von RO#4 liegt darin, dass RO den Boden bereitet für RI. Um zu verdeutlichen was ich meine: Versuche die Lippen mit einem breiten Lächeln einzurollen oder wenn die Lippen bereits gegen die Zähne stehen. Meine Erfahrung zeigt, dass RO RI erleichtert.

Siehe hierzu auch die Antwort auf Frage 16. Es kann unter Umständen gefährlich sein wenn man so vorgeht. Was hierbei versucht wird ist ein direkter Wechsel des Ansatzes. Einer der größten Vorteile und Meiner Meinung nach DIE Stärke von BE ist das indirekte Herangehen. Die Lippenmuskeln erhalten die Möglichkeit unterschiedlich Bewegung mit einzuschließen und sich daran zu gewöhnen. Wenn man dabei zu schnell vorgeht riskiert man einen Totalzusammenbruch. Der beste Ratschlag den ich geben kann ist: sei geduldig und wenn du Musik machst dann mach sie so wie es sich im Augenblick am Besten anfühlt. Die Chancen stehen gut dass es nach ein paar Monaten nicht mehr der 'alte' Ansatz sein wird.

Das wäre nicht klug. Dein alter Ansatz ist das Fundament für den Neuen. Hab keine Angst, der Prozess wird nicht dadurch verlangsamt dass man viel mit dem alten Ansatz spielt. Auf diese Weise erhalten die neu aktivierten Muskeln jede Menge Gelegenheit sich in deine Spielweise zu integrieren. Und das ist gut so. Man kann immer ein paar reine 'BE Tage' einschieben aber nach einer Weile sollte man zum normalen Spielen zurückkommen.

Ich sehe es oft dass Leute denken dass sie die †bungen richtig ausführen, aber in Wahrheit viel zu schnell weitergehen. Meistens befolgen sie die Anweisungen nicht genau genug. Das Beste in so einem Fall ist es jeden Teil von BE noch einmal genau mit dem zu vergleichen was das Buch sagt. Auch wennn das bedeutet noch einmal ganz von vorne anzufangen. Ist der Lip Clamp korrekt und wird er jeden Tag gemacht? Ist der LCS korrekt? Man muss auf den Ton hören, ein Quietscher, kein Summen. Wird RI richtig ausgeführt? Viele Menschen fallen in alte Gewohnheiten um einen Ton mit RI zu erzeugen. Aber da gibt es keinen Spielraum, entweder ist es gut oder nutzlos. Setz das Mundstück im LCS Setup auf (entweder mit Quietscher oder Zischen, beides ist ok) und versuche auf diese Weise einen Ton zu produzieren. Klingt RO schwach? RO ist kein schwacher Ansatz, es ist eine extrem nach vorne verlagerte und fokussierte Art einen Ton zu produzieren. Erfolgt TOL direkt auf die Oberlippe? Ist es möglich dass du keine Ahnung hast was du wo mit der Zunge berührst? (Dies ist kein ungewöhnliches Phänomen. Um dies zu überprüfen setzt man die Zunge an die Oberlippe- überprüfung im Spiegel - Mundstück ansetzen, blasen und Luft freigeben indem man die Zunge nach unten oder leicht nach hinten bewegt. So sollte die Zunge bei TOL platziert werden). Vergleiche den Ton mit dem auf der CD und lies den Text noch einmal genau durch.

Ein Misserfolg kann auch von der Verwendung von anderen Ansatz-Methoden herrühren. So Dinge wie Freies Buzzen oder Mundstück-Buzzen und Methoden a la Gordon/Stamp können kontraproduktiv sein. Wenn man mit BE beginnt, dann ist es besser sich ganz auf BE als Ansatzentwicklung zu verlassen und dazu normale Studien, Konzertstücke und Play-Alongs zu spielen, um den neuen Ansatz in das reguläre Spiel zu integrieren. Natürlich gibt es die Möglichkeit dass das Spielniveau schon sehr hoch ist (man spielt bereits 'ausgewogen' ohne es zu wissen). In dem Fall ist der Effekt vielleicht null. Wenn du in der Lage bist alle übungen genau wie im Buch beschrieben durchzuführen dann ist es schwer zu glauben dass dies keinen Effekt auf das normale Spiel hat. Aber natürlich habe ich noch nicht alles gesehen was es gibt.

Siehe auch 29. Nein, das ist wirklich nicht gut. Um hier einen Ratschlag zu geben ist es wichtig genau zu wissen was du machst - wie lange du es machst - mit welchen anderen Nicht-BE-übungen du es kombinierst? Genau wie jede andere Methode kann BE übertrieben werden. Vielleicht ist das Eine oder Andere was in 29. erwühnt wird nicht korrekt in deinem übungsplan, aber wenn alles in Ordnung scheint, dann ist es gut möglich dass du es einfach übertrieben hast. Ebenso kann es kontraproduktiv sein nur BE und nichts anderes mehr zu machen. Man muss mit normalem Ansatz spielen um die neu gelernten Dinge in das normale Spiel einzubinden. Es ist auch möglich dass du an einer kurzen Phase der Instabilität leidest (meist zwischen ein paar Tagen bis zu einer Woche). Natürlich verändert sich die Art wie du deine Muskeln gebrauchst und wie du spielst. Vielleicht bist du in einem übergangsstadium. Bei mir sind diese Phasen meistens ein Vorspiel zu einem Durchbruch.
Es ist möglich dass du BE immer noch als einen Ansatz ansiehst. Dies kann zu einer zu direkten Veränderung führen, die einen Haufen Probleme mit sich bringen kann. Es ist sehr wichtig mit 'normalem' (=sich veränderndem/entwickelndem) Ansatz zu spielen und nicht auf eine bestimmte Lippenstellung hinzuarbeiten. BE IST KEIN ANSATZ UND ARBEITET INDIREKT!!!

Wenn diese Instabilität andauert sollte man vielleicht den übungsplan ein paar Schritte zurücknehmen. Man kann auch versuchen die Zeit die man für BE aufwendet zurückzuschrauben oder damit zu experimentieren BE jeden zweiten Tag oder drei mal wöchentlich zu machen. Einfach eine Woche Pause von BE kann heilsam sein. Die Muskeln brauchen Zeit sich an ihren neuen Gebrauch anzupassen.

Bei BE ist jeder ein Anfänger, es sei denn man hat schon einen großartigen Ansatz (dann braucht man allerdings eh kein BE) oder man spielt auf eine Weise die der sehr schnelt zu der einen BE führt. Wenn das der Fall ist sollte man vielleicht trotzdem mit den ersten übungen beginnen um dann sehr schnell voranzuschreiten.

Wenn sich dein Spiel verbessert und du wei§t dass du es richtig machst, dann kann es sein dass du bereits etwas BE-artig spielst. Viele Trompetenanfänger finden sie auch leicht. Gut trainierte Trompeter finden sie oft schwer da sie so viele schlechte Gewohnheiten die sie los werden müssen (ja, dies ist meine eigene Erfahrung. Fast alle meine Studenten haben ein besser klingendes RI als ich selbst.)

Ja. Wenn TOL nicht die gewohnte Art zu spielen ist, dann ist es schwer damit gut kontrolliert zu spielen und Tonumfang ist nicht vorhanden. TOL ist keine Hochtonübung. Das einzige was zählt ist dass die Zunge direkt auf die Oberlippe trifft. Umfang ist nicht vordringlich.

Ein Teil von BE stammt von den Ideen von Jerome Callets 'Trumpet Yoga'. RO stammt aus diesem Buch. Eine andere Quelle ist das 'Maggio' Buch. (Unglücklicherweise habe ich dieses Buch nicht und kenne es nicht, deshalb kann ich nichts darüber sagen). Nach Jeffs Aussage sind Caruso, Gordon und Ghitalla weitere Quellen der Inspiration. Ich habe Gordon und Caruso studiert und es gibt Ähnlichkeiten, aber keine der in diesen Büchern dargelegten Theorien stellen ein großes Thema in BE dar. Ich finde BE einzigartig in vielen Belangen. Obwohl die meisten Grundlagen nicht weit hergeholt sind, sind das Buch und die Übungen auf keinen Fall traditionell und doch einfach zu verstehen und auszuführen.

Ein Teil von BE stammt von den Ideen von Jerome Callets 'Trumpet Yoga'. RO stammt aus diesem Buch. Eine andere Quelle ist das 'Maggio' Buch. (Unglücklicherweise habe ich dieses Buch nicht und kenne es nicht, deshalb kann ich nichts darüber sagen). Nach Jeffs Aussage sind Caruso, Gordon und Ghitalla weitere Quellen der Inspiration. Ich habe Gordon und Caruso studiert und es gibt Ähnlichkeiten, aber keine der in diesen Büchern dargelegten Theorien stellen ein großes Thema in BE dar. Ich finde BE einzigartig in vielen Belangen. Obwohl die meisten Grundlagen nicht weit hergeholt sind, sind das Buch und die Übungen auf keinen Fall traditionell und doch einfach zu verstehen und auszuführen.

 

 

Zur Zeit mache ich ein Caruso/BE Experiment. Meine ersten Erfahrungen sind positiv. Wichtig ist dass man beide Systeme versteht wenn man damit arbeitet (soweit dies möglich ist ohne sie praktiziert zu haben). Dass man verstanden hat wie die Übungen auszuführen sind und wie die zugrunde liegenden Ideen und Mechanismen aussehen. Caruso und BE scheinen sich gegenseitig zu verstärken. Wiederum hatte ich das Gefühl, dass BE einen sicheren Weg zu Caruso hin bietet wenn man ihn sucht. BE hat mich Methodensicher gemacht. Ich ruiniere mir nicht mehr den Ansatz da ich verstanden habe wie er funktioniert und wie ich dahin gelangt bin wo ich heute stehe.

Sowohl Caruso als auch BE sagen dass die Lippen und nicht die Stütze im Unterbauch für den nötigen Druck sorgen. Caruso und BE teilen den unbewussten und indirekten Faktor. Man muss nur die Übungen machen, sei es Caruso oder BE, und dann bei Proben oder Aufführungen so spielen wie es sich gut anfühlt. Die Übungen selbst sind völlig verschieden. Caruso heißt Langer Ansatz (Long Setting), gleichmäßiger Atem (das Mundstück bleibt an den Lippen, Nasenatmung) und Takt schlagen mit dem Fuß. BE verwendet RI, RO, TOL (und mehr).

 

Egal was man gegenwärtig macht, man kann immer mit BE anfangen. Wichtig ist dass man keine andere Ansatz Methode einsetzen sollte. Vor allem wenn man mit BE beginnt. Dies kann für Verwirrung sorgen und zu einem Versagen führen. Wenn das Fundament stark ist kann man immer mit anderen Methoden experimentieren und versuchen sie zu mischen (ich denke, TCE oder Caruso eignen sich hervorragend hierfür). Mach dich nicht verrückt indem du zuviel auf einmal versuchst. Arban ist keine Ansatz Methode sondern ein großartiges Buch mit einer Menge nützlicher Etüden. Jedoch Methoden wie Caruso, TCE, Stamp, Gordon, Spaulding, Thompsons Buzzing Buch, Lamarts sind nicht so gut parallel zu BE zu verwenden. Andererseits ist es sehr wichtig, neben BE andere Übungen und Musik zu spielen. Jede Etüde, Konzertstück, Play-alongs oder was sonst noch ist großartig und wird wahrscheinlich mit der Zeit immer besser klingen.

 

Wenn das Fundament stark ist kann man alles ausprobieren. Die Gefahr, sich den Ansatz zu ruinieren ist nicht wirklich groß. Vielleicht sollte man sich selbst fragen ob es effektiv oder produktiv ist noch weitere Methoden einzusetzen. Mundstück-buzzen oder freies buzzen sind meiner Meinung nach kontraproduktiv oder bestenfalls wirkungslos. Stamp Pedaltöne fügen nichts zum Fortschritt hinzu. Gordons A-E-I Theorie ist nicht mehr wirklich notwendig. Quinques extreme GGG-Stellung der Zunge für das hohe Register ist zu extrem und ich würde jedem raten die Finger davon zu lassen (ich brauchte Jahre um sie wieder loszuwerden). Tatsächlich stehen Methoden die postulieren dass die Kompression durch den Zungenrücken oder die Atemstütze produziert werden (und implizit auf eine offene Apertur setzen um 'die Luft ihre Arbeit machen zu lassen') dem BE-Ansatz entgegen.
 

Siehe hierzu auch die Antwort auf Frage 5. Alle Übungen die man will. Ich persönlich spiele viele Bindeübungen und Flexibilitätsübungen. Ich mache viele Einsetzübungen (eine Note spielen, Mundstück absetzen, neu ansetzen, eine Note spielen usw.). Diese Sachen dienen als Integrationsübungen. Dadurch dass man sich auf das Gefühl für jede einzelne Note konzentrieren kann, ermöglicht man es dass die neuen Errungenschaften langsam aber sicher einsickern können und ein Teil de s Spielansatzes werden. Natürlich sollte man noch Musik machen, Musik die einem gefällt um den Spass am Spiel zu behalten und den neuen Ansatz auszuprobieren. Letztlich ist es das Ziel so leicht und schön wie möglich Musik zu machen.

 

Entscheidend bei S/C ist, dass es sich um einen sehr präzisen Ansatz handelt mit einem Hauptaugenmerk auf die Position des Kiefers. Bei BE handelt es sich um eine Zusammenstellung von Übungen, mit denen sich der Ansatz sehr persönlich entwickelt. S/C erfordert es, dass man den Kiefer nach vorne verschiebt, dies hat nichts mit BE zu tun. S/C kann zum selben Ergebnis führen, aber wenn nicht, dann hat man ein Problem.



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